Wenn die Biene mit dem Honigtopf

Bei meinem Artikel zum Spamfilter AntispamBee ist die Frage aufgetaucht, ob ein Honigtopf (Wiki), genauer gesagt der Einsatz von „Project Honeypot“ die Trefferquote der Biene nicht erhöhen könnte… gute Frage. 😉

Was ist Project Honeypot überhaupt? Bei Project Honeypot handelt es sich um eine Online-Datenbank in der die IP-Adressen von Kommentar-Spammern gesammelt werden. Diese Datenbank ist öffentlich zugänglich, sprich es wird hier vor den aktiven Spammern gewarnt indem man sie an einen virtuellen Pranger stellt. Die Idee dahinter finde ich sehr gut. Böse Spammer, böse, böse, böse… 😀

Mein erster Gedanke bei der Frage nach Honeypot war: „Werden hier nicht, ähnlich wie bei Akismet, diverse Daten versendet/ausgetauscht und eventuell gespeichert?“ Eigentlich macht doch Akismet nix anderes als Project Honeypot, dort wird ja auch nur eine Datenbank mit bestimmte Merkmalen gepflegt mit deren Hilfe man die Spammer identifiziert kann.

Dank der Mithilfe meines Lesers Erdknuffel und meinen eigenen Recherchen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Project Honeypot lediglich eine modifizierte IP-Adresse des Kommentators benötigt um ihn ggf. als Spammer zu identifizieren. Diese IP-Adresse dient lediglich als Anfrage und wird nirgends gespeichert oder anderweitig verwendet. Darin scheint dann auch der maßgebliche Unterscheid zwischen Honeypot und Akismet zu bestehen. Akismet speichert diverse Daten auf seinem Server in den USA und Honeypot speichert halt nix. Einfacher gesagt, zeige ich dem Honigtopf lediglich die IP-Adresse meines Kommentators und diese wird entweder als Sauber eingestuft oder halt nicht. Ein entscheidendes Kriterium wenn es um den deutschen Datenschutz geht.

Aktiviere ich also den Einsatz von Procejt Honeypot in den Einstellungen zu AntispamBee, dann werden zukünftig die IP-Adressen der Blog-Kommentatoren mit der Liste in der o.g. Datenbank verglichen. Ist der Kommentator im Honigtopf bekannt, dann wird er von AntispamBee als Spammer eingestuft/gekennzeichnet. Das könnte durchaus die Trefferquote der Biene erhöhen.^^

Ich bin kein Jurist und kann daher mit meiner obigen Ausführung zu dem Thema keine Rechtssicherheit schaffen, aber aus meiner Sicht zum Thema Datenschutz sieht das ganze ziemlich koscher aus. Eine sinnvolle Ergänzung von AntispamBee!

Hat jemand mit dem Projet Honeypot schon praktische Erfahrungen gemacht?

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