Vor ziemlich genau 30 Tagen habe ich den Spamfilter in meinem WoW-Blog von Akismet auf AntispamBee umgestellt. Warum ausgerechnet der WoW Blog? Der Blog ist einfach schon länger am Start und liefert mir daher die besten Vergleichszahlen auch was das “bombardieren” von Spamkommentaren betrifft.
Nach nun 30 Tagen ist es für mich jedoch an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen!
Akismet hatte ich beinahe von Beginn an auf dem Blog laufen (seit ca. 2006) und dieser Filter hatte eine Erfolgsqoute von 99,7 % bei weit mehr als 42.000 Spamkommentaren in diesem Zeitraum. Die Quote finde ich ziemlich beeindruckend, trotzdem habe ich auf einen anderen Spamfilter umgestellt. Warum? Wegen dem ollen Datenschutz der hier in Deutschland gern dazu missbraucht wird kleine und auch große Blogs abzumahnen. Akismet hat nämlich die blöde Angewohnheit Daten über Besucher und Kommentatoren des Blogs auf einen Server in den USA zwecks Überprüfung zu senden. Und genau dieses Vorgehen bzw. diese Server entsprechen wohl nicht den deutschen Datenschutzgesetzen. (Mehr Infos zu dem Thema Akismet und Datenschutz findet ihr hier -> link)
Um also einer Abmahnung zu entgehen, bleiben mit daher nur zwei Möglichkeiten:
- die Datenschutzerklärung in meinem Impressum um einen Hinweis auf Akismet zu erweitern. Hier weiss dann aber mal wieder keiner wie dieser Hinweis juristisch einwandfrei auszusehen hat… oder
- Akismet im Blog deaktivieren und einen anderen Spamfilter installieren.
Ich habe mich erstmal für Lösung Nummer 2 entschieden und einen anderen Spamfilter installiert. Meine Wahl viel dabei auf AntispamBee, dieser sendet nämlich keine Daten in die “böse” USA oder in irgend ein anderes Land.
Aber ist der neue Spamfilter wirklich besser oder zumindest genauso gut wie Akismet? Immerhin gilt es eine Traumquote von 99,7% zu schlagen…
Hier die Fakten aus den ersten 30 Tagen:

- 711 blockierten Spam
- 15 nicht erkannten Spam
Macht eine Quote von 97,93% … klingt auf den ersten Blick immer noch gut, aber umgerechnet auf die o.g. 42.000 geblockten Spams von Akismet, ergäbe das ca. 870 Spamkommentare die es am Filter vorbei schaffen hätten. Die hätte ich wiederum alle manuell ausmisten müssen.
Was mach ich nun? Aktiviere ich wieder Akismet und blähe meine Datenschutzhinweis im Impressum weiter auf, oder greife ich zu AntispamBee und miste manuell die Spams aus die es durch den Filter geschafft haben?
Randnotiz:
Selbst beim monaltichen Treffen der WP-Blogger in Hannover ist man sich noch nicht einig auf welches Pferd man den setzen sollte. (link)
Weiterführende Links:
- Thema Akismet und Datenschutz: WordPress Deutschland
- Plugin-Seite: Akismet
- Plugin-Seite: AntispamBee
Ähnliche Artikel:







Servus Nimbert,
ich habe Antispam Bee jetzt neuerdings aus den gleichen Gründen auf meiner größten Seite im Einsatz. Eine Frage die ich mir stelle:
Verwendest du derzeit die Verknüpfung zu Projekt Honeypot in Antispam Bee?
Wenn ja vermute ich, dass die Trefferquote davon abhängt wie viele User das Plugin im Einsatz haben. Akismet kann einfach aktuell auf wesentlich mehr User zurückgreifen die ihre Blacklist befüllen. Eventuell wird sich diese Quote also über die Zeit verbessern.
Ne, hab kein Honeypot im Einsatz… werden hier dann nicht auch wieder Daten von Besuchern des Blogs ausgetauscht? Tritt hier dann nicht ein ähnliches Datenschutz-Problem auf? Muss mich mal schlau machen… danke für den Tipp.
Also im FAQ habe ich gerade einen sehr netten Absatz gefunden:
“Why do you ask for my zip/postal code and country?
Different jurisdictions throughout the world have different regulations on spam. For example, in the United States several individual states have passed laws regulating spam and harvesting. We ask for your zip and postal codes in order to get a sense of the particular anti-spam laws that protect you. If you don’t want to tell us your postal code, we understand. Instead just enter 00000 or XXXXX or a very short poem or something.”
Da das System von deutschen Entwickelt wurde vermute ich, dass die Server auch hier gehostet werden – was ja der Hauptkritikpunkt an Akismet ist. Ich werde aber mal via Twitter eine Anfrage an Sergej stellen.
Ok,
also laut Sergej besteht der Hauptunterschied darin, dass Akismet generell Daten speichert – Project Honeypot fragt nur ab ob es sich um Spam handelt. Er denkt das die Verwendung darum Datenschutzrechtlich unbedenklich ist – da er kein Jurist ist, erfolgt diese Aussage natürlich unter Vorbehalt.
Ich für meinen Teil werde die globale Blacklist erstmal weiter einsetzen.
Das ging ja fix^^ Danke.
Werde heute oder morgen mal einen Artikel zu Honeypot verfassen… und dann entscheiden ob ich es einsetze.
[...] Nimbert Nimbert und wie er die Welt sieht Springe zum Inhalt HomeÜber michPlugin ListeImpressum ← Wie gut sticht die Biene wirklich [...]
nur als hinweis, die (wie ich finde) perfekte lösung ist die kombination zweier plugins.
zum einen natürlich antispambee und zum anderen js antispam das beides in kombination sorgt dafür das nur noch manueller link-spam durch kommt …
Danke für die Hinweise. Stelle die Tage auch um.
[...] sind sechs Tage seit meiner ersten Analyse von AntispamBee vergangen. Wie aktiv war die Biene in dieser Zeit? Mein Eindruck ist, dass sie [...]
[...] wird bei mir mittels eines Spamfilters ausgesiebt und gelöscht, somit bekommt Google eh keine “bösen” Links von mir zum [...]
[...] Eigentlich könnte ich mich bei diesem Thema doch entspannt zurücklehnen und das Thema Datenschutz unter den Tisch fallen lassen. Der Blog in seiner ursprünglichen Form sammelt nämlich überhaupt keine Daten. Erst der Einsatz von Plugins, macht dem Blog zum sammelwütigen Datenmonster. Diese komischen Plugins, die mir und dem Lesen eigentlich das Verweilen auf diesen Blog so angenehm wie möglich machen sollen, sind schuld. Diese bösen Plugins haben nämlich die blöde Angewohnheit, teilweise ohne mein Wissen, Daten zu sammeln und ggf. auch zu verarbeiten. Im Falle des hier einsetzten Spamfilters hat es mich sogar schon dazu bewogen auf das Plugin AntispamBee zu wechseln (Beitrag). [...]