eBooks auf dem iPad

Gestern habe ich das Buch Scriptum von Raymond Khoury zu Ende gelesen, ein sehr spannendes Buch wenn man auf Geschichten über Tempelritter und Verschwörungstheorien steht. Ein bisschen wie Sakrileg von Dan Brown, aber doch irgendwie was anderes… 😉

Na egal, ich brauche Nachschub zum Lesen. Über Amazon habe ich erfahren, dass es eine Fortsetzung mit Sean Reilly und Tess Chaykin aus dem o.g. Buch gibt: Dogma

Normalerweise hätte ich es mir sofort in Papier bestellt, aber ich habe ja nun ein iPad und somit auch die Möglichkeit das Buch in Form eines eBooks zu lesen. So ein elektronisches Buch verbraucht ja bekanntlich weniger Platz und bekommt nie Eselsohren. Warum also nicht einfach mal ausprobieren? 😀

Das Problem bei der Sache ist nur, dass es verschiedene Anbieter dafür gibt. Welchen soll man nehmen?

Anbieter

Das sind nur drei mögliche Anbieter und wahrscheinlich gibt es noch zig andere, die ich bislang nur noch nicht gefunden habe. Diese drei Dienste bieten jeweils eine App für das iPad an, so dass ich z.B. im Fall von Kindle nicht extra die Hardware von Amazon kaufen bräuchte.

Textunes habe ich schnell für mich ausschließen können, da sie mein o.g. Buch nicht im Sortiment haben. Textunes kommt somit erstmal auf die Ersatzbank. 😉

Bleiben nur noch iBooks und Kindle in der engeren Auswahl. Von beiden Anbietern habe ich mir eine Leseprobe des Buches besorgt. Übrigens ein toller Service mit den Leseproben, so kann ich beide Apps auf ihr Bedienbarkeit prüfen. Die Leseprobe enthält in diesem speziellen Fall die ersten 56 Seiten vom Buch, was ich übrigens als sehr großzügig empfinde. 😀

Bedienbarkeit

Das Lesen auf dem iPad ist entgegen meiner ersten Annahme (Befürchtung?) sehr angenehm. Dank diverser Einstellmöglichkeiten in den Apps (Kontrast, Schriftgröße, -art und Hintergrundfarbe) kann ich das Buch an meine Lesegewohnheiten optimal anpassen. Hier nehmen sich beide Apps nicht viel, so lassen sich beide den persönlichen Wünschen entsprechend einstellen.Als kleines Gimmick kann man sogar Textpassagen oder einzelne Wörter verschiedenfarbig markieren und bei Bedarf auch Notizen hinterlegen. Netter Einfall, ich bin gespannt in welcher Situation bzw. in welchem Buch ich diese Funktionen das erste Mal nutzen werde. 😀

Wörterbuch/Lexikon

Besonderen Highlight beim eBook lesen ist das einbaute Lexikon bzw. Wörterbuch. Beim Kindle kann ich markierte Wörter direkt im Duden nachschlagen und bekomme dazu noch Links zu Google oder Wikipedia angeboten. In iBoooks funktioniert das Lexikon momentan nur für englische Wörter, aber ich habe zusätzlich die Möglichkeit nach markierten Wörter im Buch und im Internet (Wikipedia) suchen zu lassen. Besonders bei Büchern mit historischen Hintergrund macht es Spaß auch mal den Background gewissen Personen oder Ereignisse in Wikipedia nachzuschlagen.Den Service eines Lexikon bieten also beide Dienste an, nur die Art sie zu nutzen unterscheidet sich.

Was bleibt noch als Auswahlkriterium übrig?

Digitale Rechteverwaltung

Der Kauf der eBooks erfolgt bei der Kindle-App über meinen Amazon-Account, sprich die gekauften Bücher sind daran gebunden. Was mache ich dann aber, wenn meine Frau nun auch das Buch lesen möchte?! Dann muss sie wohl ihre Kindle-App mit meinem Amazon-Account verknüpfen… obwohl sie einen eigenen Amazon-Account hat!? Irgendwie blöd, aber wegen dem DRM (Digital Rights Management) von Amazon wohl nicht anders machbar. Bei iBooks kaufe ich die eBooks im iBookstore über meine Apple-ID, welche meine Frau und ich bereits für Musik, Filme und Apps in iTunes gemeinsam nutzen. Es würde also Sinn machen darüber nun auch eBooks zu kaufen?! Dadurch würde sich die Geschichte mit dem „Ausleihen“ von Büchern mittels Synchronisation der iPads praktisch von selbst lösen. Klingt gut, ist auch gut. 😉

Angebot an Büchern

Bleibt nur noch das Angebot an Büchern zu prüfen. Stichprobenartig habe ich mal das Angebot mit meinen im Regal stehenden „echten“ Büchern abgeglichen. Es scheint so, dass beide Anbieter meinen Geschmack an Büchern abdecken. Abstriche musste ich lediglich bei den Büchern (dt.) rund um Herr der Ringe machen, diese scheinen nur durch Textunes als eBook verkauft zu werden… 🙁

Fazit

Bei Schreiben dieses Artikels ist die Entscheidung gefallen… ich hab mir das Buch im iBookstore gekauft. Ausschlaggebend waren letztendlich doch die Ausleih-Option mittels Apple-ID und die optische Darstellung der Bücher in einem virtuellen Regal. Kleinigkeiten zwar, aber halt mein persönlicher Gusto. 😛

Ich kann jedem, der sich das erste Mal ein eBook zulegen möchte, nur empfehlen sich eine Leseprobe auf den unterschiedlichen Anwendungen zu holen und dann nach Gefühl zu entscheiden. Schließlich soll das Lesen ohne Papier genauso viel Spaß machen wie mit Papier. 😉

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